Nie hätte ich gedacht jemals im Leben den Führerschein Klasse A zu
machen. Ich hatte ja den für B und alle Mofas und Roller ließen sich ja
damit fahren.
Mein Nachbar Rolf ,auch Mitte 50,hatte im Jahr 2002 den A bestanden, das schaffst du
auch, dachte ich mir .
Ich suchte mir eine Fahrschule aus wo der Fahrlehrer selbst gerne
Motorrad fährt und meldete mich im Juni 2003 an.
Beim ausfüllen der erste Fragebögen staunte ich nicht schlecht was ich
für Fehler machte. Es war eben schon sehr lange her mit dem 3er.
Zum schulen bekam ich die Suzuki Bandit 600N.

Das Fahren ging auch prima, mal
abgewürgt ,ja aber eigentlich keine großen Probleme. Das geht doch besser als ich dachte.Bis der Fahrlehrer mit mir auf den „Platz" wollte. Hier begann für
mich die Hölle. Es galt die Grundübungen zu fahren.
Er stellte seine Hütchen auf. Ich hatte den Stöpsel im Ohr und es ging
los mit der „Stop and Go" Übung, Spiegel, Blick über die Schulter, anfahren ,bremsen und mit dem linken
Bein absetzen. Irgend etwas machte ich immer falsch.
Beim Hütchenfahren nagelte ich die Tüten um, na ja wer den A hat weiß
davon.
Dann die Kreise fahren,ich fuhr ihm immer zu langsam,legte mich nicht
weit genug rein.
Bei der Gefahrenbremsung mit 50Km/h zog ich die Kupplung zu spät,immer
war er am meckern.
Das Fahren über Land machte keine Probleme aber am Platz lief mir der
Schweiß. So schnell werde ich den Lappen wohl nicht haben.
Fahren auf der Straße machte Spass,aber wenn er dann mit mir auf den
Platz wollte,wurde ich schwitzig.
Für die Theorie habe ich dann echt gepaukt, überall wo ich war, waren
auch meine Fragebögen. Als ich dann zum TÜV zur Theorieprüfung ging, klappte
es denn auch.
Ein Fehler hatte ich mir
denn doch erlaubt. Na egal.
Es dauerte so 1000€ dann hieß es am Freitag ist Fahrprüfung. Ich hatte
schlaflose Nächte. Was für ein Prüfer kommt.
. Kommt dir beim fahren irgend ein „Dussel" in die Quere.
Ich hatte für die Fahrschule nie richtiges Schuhwerk an."Mit den Latschen
kommst du aber nicht zur Prüfung" sagte er."Du nimmst Stiefel von mir,sonst
meckert der Prüfer".
Der Freitagmorgen war da. Es regnete wie aus Eimern, meine ganze
Fahrschulzeit hatte ich nie Regen und nun das
.Von meiner Fahrschule waren zwei zur Prüfung angemeldet. Andreas und
ich.
.Ich stieg an der Fahrschule als erster auf den "Bock "und der Fahrlehrer
mit dem Andreas im Auto hinterher.
Beim TÜV angekommen kam auch gleich der Prüfer auf uns zu.
Der erste Eindruck:" das ist ein netter". Selbst Biker. Er beruhigte uns,
Wir sollen uns nicht verrückt machen, nur vernünftig fahren
.Er fragte mich noch was am Motorrad vor der Fahrt überprüft werden
sollte. Das konnte ich ihm sagen
Und los ging,s gleich zum „Platz" für die Grundübungen. Alles klappte,
nur bei der Gefahrenbremsung blockierte das Hinterrad,er drückte ein Auge
zu,es war wirklich bei dem Regen und langer Trockenheit vorher, sauglatt.
Dann ging es wohl 45 Min über die Dörfer mit einigen 30er Zonen. Endlich kam über
den Ohrhörer die Erlösung. "Nun rechts rann".
Der Prüfer kam auf mich zu, gab mir die Hand.——Mann, ich hatte es
geschafft.
Nun kann ich jeden „Bock" fahren.
Als ich überglücklich zu Hause ankam,merkte ich das ich noch die Stiefel
vom Fahrlehrer an hatte.
Ich hab sie ihm schnell noch gebracht.
.